Neuigkeiten

18.12.2018, 15:27 Uhr
CDU-Fraktion: Fragwürdige Studie zur Rostocker Schullandschaft - Schulen in freier Trägerschaft sind wichtiger Bestandteil der hiesigen Bildungslandschaft
Mit Verwunderung reagiert die Rostocker CDU-Fraktion auf die Untersuchung des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung zur Rostocker Schullandschaft. Für den Fraktionsvorsitzenden Daniel Peters sind die Aussagen des Studienleiters mehr von oberflächlichen Aussagen als von wissenschaftlicher Tiefe gekennzeichnet:
„Wer undifferenziert von ‚unteren und höheren Schichten‘, ‚armen und reichen Stadtteilen‘ und pauschal von ‚Privatschulen‘ spricht, hat vielleicht doch nicht so ganz genau hingesehen. Der verkürzte Verweis auf das Grundgesetz allein ist schon bezeichnend, denn das Grundgesetz billigt den Schulen in freier Trägerschaft ausdrücklich ihren Platz in der deutschen Bildungslandschaft zu.

Ich finde es verantwortungslos, in diesen Kategorien über die Rostocker Schullandschaft zu sprechen. Damit wird suggeriert, dass Schüler aus staatlichen Schulen eher aus ärmlichen Verhältnissen kommen und keine ausreichend gute Bildung erfahren. Das Gerede von ‚sozialer Spaltung‘ wirkt wie eine willkommene Parole, mal wieder Stimmung zu machen und das staatliche Schulsystem in seiner Gesamtheit schlecht zu reden. Natürlich bestehen Defizite, aber es existieren ebenso auch Probleme und Unterschiede an Schulen in freier Trägerschaft.

Letztere entstehen immer dort, wo Eltern das wünschen und besondere pädagogische oder konfessionell geprägte Schulkonzepte gefragt sind. Das diese sich immer stärker an Beliebtheit erfreuen dürfen, ist ein gutes Signal: Ein gesunder Wettbewerb zwischen öffentlichen und freien Schulen ist eine Bereicherung für die Bildungslandschaft. Ich habe auch nicht den Eindruck, dass sich 50 Prozent aller Eltern von Gymnasiasten als ‚reich‘ bezeichnen würden. Das aber wäre die Schlussfolgerung, wenn man dem Duktus der Studie folgen möchte. Jede Studie gibt Anlass dazu, über die Bildungslandschaft nachzudenken, dennoch dürfen wir nicht alles infrage stellen, insbesondere die Errungenschaften der Rostocker Schulen“, so Peters abschließend.


gez. Daniel Peters
Fraktionsvorsitzender